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Riesengebirge

Sehenswürdigkeiten im Riesengebirge

Sehenswürdigkeiten, Sagen & Kultur – die Stopps, die eine Tour erst rund machen.

Sehenswert

Sehenswürdigkeiten im Riesengebirge für Motorradfahrer

Das höchste Ziel der Region ist die Schneekoppe (tschechisch Sněžka, polnisch Śnieżka) mit rund 1603 Metern der höchste Berg des Riesengebirges und der gesamten Sudeten. Der Gipfel liegt direkt auf der Grenze zwischen Tschechien und Polen; hinauf geht es zu Fuß oder mit der Seilbahn ab Pec pod Sněžkou. Fürs Motorrad ist der Berg selbst gesperrt, die Anfahrt durch die Täler lohnt trotzdem.

Spindlermühle (Špindlerův Mlýn) ist der bekannteste Ort auf der tschechischen Kammseite und ein guter Ausgangspunkt: Der Ort liegt im oberen Elbtal, die Passstraße hinauf zur Spindlerpasshöhe zählt zu den lohnendsten Abschnitten. Weiter westlich liegt Harrachov, berühmt für seine Glashütte und die Skisprungschanzen. Die traditionsreiche Hütte kann besichtigt werden, das Schanzenareal am Ortsrand ist auch außerhalb der Wintersaison zugänglich.

Auf der polnischen Seite ist die Wang-Kirche in Karpacz ein Pflichtstopp: eine hölzerne Stabkirche, die ursprünglich in Norwegen stand und im 19. Jahrhundert ins Riesengebirge versetzt wurde. Die Kreisstadt Jelenia Góra (Hirschberg) bietet einen sehenswerten historischen Marktplatz mit Laubengängen. Etwas abseits im Südosten, schon im angrenzenden Sandsteingebiet, liegt die Felsenstadt Adersbach-Weckelsdorf (Adršpach) mit ihren senkrechten Sandsteintürmen und Schluchten.

Kultur & Sagen

Sagen, Geschichte & Kultur entlang der Route

Über dem gesamten Gebirge liegt die Gestalt des Berggeistes Rübezahl, tschechisch und polnisch Krakonoš beziehungsweise Liczyrzepa genannt. Die Sagenfigur taucht in Ortsnamen, auf Wegweisern, an Hütten und in Souvenirläden auf beiden Seiten der Grenze auf. Wer die Bildwelt der Region verstehen will, kommt an dieser Figur nicht vorbei.

Das Riesengebirge war jahrhundertelang deutschsprachig geprägt und gehörte zu Böhmen und Schlesien. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bevölkerung vertrieben, die Grenze zwischen der Tschechoslowakei und Polen bekam ihren heutigen Verlauf. Diese wechselvolle deutsch-tschechisch-polnische Geschichte erklärt, warum viele Orte drei Namen tragen und warum sich Baustil, Küche und Ortsbilder von Tal zu Tal unterscheiden.

Ein durchgehender roter Faden ist die Glasmacher-Tradition. In Harrachov wird seit langem Glas geblasen; böhmisches Glas und Kristall haben die Region wirtschaftlich über Generationen getragen. Hütten und Museen zeigen das Handwerk bis heute.

Sehenswert

Natur & Stopps am Rande

Der Gebirgskamm steht unter Schutz: auf tschechischer Seite als Nationalpark Krkonoše (KRNAP), auf polnischer Seite als Karkonosze-Nationalpark. Das bedeutet ausgeschilderte Wege, Sperrzonen und ein dichtes Netz an Aussichtspunkten. Motorräder bleiben auf den zugelassenen Straßen; die Kammlagen selbst sind Wanderrevier.

Ein lohnender Abstecher ist die Elbquelle (Pramen Labe) auf der Elbwiese oberhalb von Spindlermühle: Hier entspringt die Elbe, die Quelle ist als Rundplatz markiert. Nicht weit entfernt stürzt die junge Elbe am Elbfall (Labský vodopád) über eine Felsstufe ins Tal. Auf den Hochflächen des Kamms liegen ausgedehnte Hochmoore mit Bohlenwegen, ein für Mitteleuropa seltener Lebensraum.

Nach Westen schließt das Isergebirge (Jizerské hory, polnisch Góry Izerskie) an. Es ist niedriger und weiter, mit langgezogenen Waldstraßen und weniger Verkehr als der Hauptkamm, und eignet sich gut als ruhigere Verlängerung der Runden.

Sehenswert

Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps

Kulinarisch treffen im Riesengebirge zwei Küchen aufeinander. Auf der tschechischen Seite dominiert die böhmische Küche mit Knödeln, Gulasch, Braten und deftigen Suppen; auf der polnischen Seite die schlesische Variante mit eigenen Klößen und Fleischgerichten. Die Portionen sind reichlich, die Preise moderat.

Tschechien ist Bierland, und in den Gasthäusern der Kammseite gehört das Glas Bier zur Kultur. Für Motorradfahrer gilt jedoch klar: In Tschechien herrscht die 0-Promille-Grenze. Wer weiterfährt, lässt das Bier stehen und hebt es sich für den Feierabend am Hotel auf.

Bei schlechtem Wetter bieten sich Innenräume an: In Harrachov gibt es rund um die Glashütte ein Glasmuseum und die Möglichkeit, Glasbläsern zuzusehen. In Jelenia Góra liegt mit dem Stadtteil Cieplice (Bad Warmbrunn) ein alter Kurort mit Thermalbädern, in dem sich ein verregneter Nachmittag gut überbrücken lässt.

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