Genuss & lohnende Schlechtwetter-Stopps
Kulinarisch treffen im Riesengebirge zwei Küchen aufeinander. Auf der tschechischen Seite dominiert die böhmische Küche mit Knödeln, Gulasch, Braten und deftigen Suppen; auf der polnischen Seite die schlesische Variante mit eigenen Klößen und Fleischgerichten. Die Portionen sind reichlich, die Preise moderat.
Tschechien ist Bierland, und in den Gasthäusern der Kammseite gehört das Glas Bier zur Kultur. Für Motorradfahrer gilt jedoch klar: In Tschechien herrscht die 0-Promille-Grenze. Wer weiterfährt, lässt das Bier stehen und hebt es sich für den Feierabend am Hotel auf.
Bei schlechtem Wetter bieten sich Innenräume an: In Harrachov gibt es rund um die Glashütte ein Glasmuseum und die Möglichkeit, Glasbläsern zuzusehen. In Jelenia Góra liegt mit dem Stadtteil Cieplice (Bad Warmbrunn) ein alter Kurort mit Thermalbädern, in dem sich ein verregneter Nachmittag gut überbrücken lässt.
Beste Reisezeit, Wetter & Anreise ins Riesengebirge
Die Hauptsaison fürs Motorrad reicht vom späten Frühjahr bis in den Herbst. In den höheren Lagen kann es lange kühl bleiben, und einzelne Passstraßen sind erst spät im Frühjahr sicher frei. Die stabilsten Bedingungen liegen im Hochsommer, wobei dann auch der Ausflugsverkehr am stärksten ist.
Wichtiger als der Kalender ist das Höhenwetter. Am Kamm und rund um die Schneekoppe zieht häufig Nebel auf, die Sicht kann innerhalb von Minuten von klar auf wenige Meter fallen, und es ist dort oben deutlich kühler und windiger als im Tal. Regentaugliche Ausrüstung und wärmere Kleidung gehören auch im Sommer ins Gepäck.
Die Anreise aus Deutschland führt bequem über Dresden und weiter über Görlitz an die Grenze. Von dort erreicht man sowohl die polnische Seite um Jelenia Góra als auch, über die Grenzübergänge weiter südlich, die tschechische Kammseite. Beide Länder gehören zum Schengen-Raum, feste Grenzkontrollen entfallen im Normalfall.